Rebsorten des Champagners

Für den Champagner kommen drei Rebsorten in Betracht, die bei der Herstellung ihre Verwendung finden und auch in der Champagne sind grundsätzlich nur diese drei Rebsorten zum Anbau erlaubt:

  1. Pinot Noir

Die roten Pinot Noir Trauben werden bei der Produktion gern genutzt, weil sie dem Champagner eine gewisse Fülle und einen guten Nachhall verleihen. Auf 38 Prozent der Weinanbaufläche sind die Trauben angepflanzt. Vorwiegend wird die Rebsorte in der „Montagne de Reims“ und der „Côte des Bar“ angebaut.

  1. Pinot Meunier

Pinot Meunier, auch Schwarzriesling genannt, ist ebenfalls eine rote Traube, die gern zur Produktion von Champagner genutzt wird. Die Trauben sind wenig anfällig (auch in Jahren mit schlechten Wetterbedingungen) und bringen dadurch eine bessere Qualität hervor als die anderen Rebsorten. Zudem ist der Pinot Meunier unkompliziert im Anbau, was ihn durchaus beliebt macht. Im Geschmack sind die Weine aus Meunier angenehm fruchtig und bieten ein intensives Bouquet. Die Trauben sind auf 38 Prozent der Weinanbaufläche angepflanzt.

  1. Chardonnay

Die weißen Chardonnay Trauben befinden sich auf 29 Prozent der Weinanbaufläche und sind die bevorzugte Rebsorte der „Côte des Blanc“. Sie runden einen guten Champagner ab und verleihen ihm eine Runde Komposition die den guten Charakter eines Champagners ausmacht. Die Chardonnay Weine haben sehr frische und delikate Aromen mit einer guten Säurebasis, was eine lange Lagerfähigkeit gewährleistet.

Den Rebsorten werden also bestimmte Eigenschaften zugeschrieben: Der Pinot Noir sorgt für Fülle, der Pinot Meunier für die Fruchtigkeit und der Chardonnay verleiht dem Champagner seine Finesse. Die Trauben haben also alle ihre Vorteile, um einen eleganten Champagner herzustellen.

Neben dem Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay gibt es noch weitere Rebsorten: Arbanne, Petit Meslier, Pinot Gris und Pinot Blanc. Doch seit der Reblauskrise in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, hat ihre Bedeutung stark nachgelassen. Mit einer Anbaufläche von 93 Hektar (0,27 Prozent der ertragsfähigen Anbaufläche in der Champagne) sind sie relativ unbedeutend.

Es gibt aber auch Champagner (meistens die hochwertigeren) die aus einer einzigen Rebsorte, sprich 100%, bestehen.