Weinfarben – Die Unterschiede

Weinfarben können in unendlich vielen Variationen ausfallen, denn es gibt mehr Farben als nur weiß, rosé und rot. Innerhalb dieser drei Kategorien gibt es zahlreiche Abstufungen. Wer sich erst einmal mit den Weinfarben auskennt, dem fällt es viel leichter einzelne Weine einzuordnen.

Ältere Weißweine werden dunkler, Rotweine werden heller

Zuerst ist ein Weißwein hell, mit den Jahren wird er dunkler. Die Entwicklung bei Rotwein ist genau umgekehrt. Wenn man also einen hellen Riesling vor sich stehen hat, weiß man sofort, dass er erst ein paar Jahre alt ist.

Ältere Weine weisen auf eine größere Farbdifferenz zwischen Kern und äußeren Kante. Der Wasserrand am Ende wird breiter.

Rotweinfarben – Von hell bis dunkel

 

Einfache Regeln zur  Einordnung von Rotwein:

  • Rotweine aus warmen Gegenden sind meistens dunkler als Weine aus kälteren Anbaugebieten.
  • Weine aus nördlicheren Anbaugebieten haben einen rötlichen Rand mit leuchtenden Reflexen.
  • Spätburgunder, besonders aus Deutschland, ist lachs- bis rubinrot.
  • Tanninhaltige Rotweine sind generell dunkler, leichte Rotweine eher heller.
  • Je älter der Wein, desto stärker die Brauntöne.
  • Kein roter Schimmer bei Rotwein kann bedeuten, dass der wein bereits seine besten Jahre hinter sich hat.

 

Weißweinfarben – Von durchsichtig bis gold

Praktische Tipps zur Einordnung von Weißwein:

  • Trockene Weißweine sind oft eher grünschimmernd bis weißgelb.
  • Barrique-Weißweine sind dunkler und können mit steigendem Alter eine gold-gelb Farbe erhalten.
  • Sauvignon Blanc schimmert blass-weiß im Glas.
  • Chardonnay hat eine eher gelbe Farbe.
  • Dessertweine sind generell dunkler als trockene Weine.

 

Am schnellsten die Weinfarbe erkennen

Wenn Sie von oben in das Glas schauen, sehen Sie die Hauptfarbe des Weins am besten. Hält man das Glas leicht schräg, erkennt man die Abstufungen besser. Im Idealfallen haben sie gutes Tageslicht und einen weißen Hintergrund. Ein normales Blatt Papier ohne Muster kann eine große Hilfe sein.

4 Funfacts zu den Weinfarben

  • Champagner besteht zum Teil oft aus roten Trauben (Pinot Noir und Pinot Meunier).
  • Der Traubensaft von roten Trauben ist genauso weiß wie der Saft von weißen Trauben.
  • Die Farbe des Weins kommt aus der Traubenschale. Lässt man die Haut bei roten Trauben auf der Maische liegen, bekommt der Wein Farbe und wird zu Rotwein.
  • Orange Wein ist tatsächlich orange. Bei diesem gehypten Weintyp wird Weißwein wie Rotwein hergestellt, was auch die Farbe erklärt.