Champagnergläser

Damit Sie Ihren Champagner in vollen Zügen genießen können, ist die Wahl des richtigen Glases von entscheidender Bedeutung. Es sollte den Geschmack optimal hervorbringen sowie die Perlage und das Bouquet (Geruch des Champagners im Glas) zur Geltung kommen lassen.

Im Laufe der Zeit haben sich drei Arten von Gläsern für den Genuss von Champagner durchgesetzt, welche jedoch nicht alle gleich gut geeignet sind.

Champagnerschale (franz. Coupe)

Um die Champagnerschale (kurzer Stiel, breite und flache Schale) ranken sich viele Mythen und Gerüchte. So heißt es etwa, dass die Form den Brüsten von Marie-Antoinette nachempfunden sei. Die Champagnerschale besticht hauptsächlich durch ihr elegantes Aussehen und wird häufig zum Bau von Champagnerpyramiden verwendet. Allerdings ist dieses Glas für den Genuss eines guten Champagner nicht besonders gut geeignet. Zum einen verflüchtigt sich die Perlage in der flachen Schale sehr schnell, was dem Champagner einiges an interessantem raubt. Zum anderen wird der Champagner in diesem Glas sehr schnell warm, besonders durch die große Kontaktfläche von Hand und Glas. Außerdem wird das Bouquet durch die große Öffnung nicht optimal zur Nase geleitet.

Champagnerflöte

Ein weiteres bekanntes und beliebtes Glas für den Verzehr von Champagner ist die Champagnerflöte. Sie zeichnet sich durch ihre hohe und schlanke Form aus und setzte sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch. Die längliche Form des Glases eignet sich deutlich besser für Champagner, da sich die Perlage deutlich besser entwickelt und der Geruch deutlich konzentrierter zur Nase geführt wird. Trotzdem ist auch die Champagnerflöte nicht das beste Glas für den Genuss von Champagner, da das Glas immer breiter wird und durch die breite Öffnung immer noch einiges verloren geht.

Champagnertulpe

Als bestes Glas für Champagner gilt die Champagnertulpe. Sie hat viel Ähnlichkeit mit der Champagnerflöte, wird aber ab einer bestimmten Stelle nach oben hin wieder schmaler, so dass der Geruch noch konzentrierter und intensiver zur Nase strömen kann und sich das Bouquet perfekt entfaltet. Dieses Glas wird auch von den meisten Champagner Liebhabern bevorzugt. Bei der Champagnertulpe sollte man jedoch beachten, dass man den Champagner nach dem einschenken für wenige Sekunden atmen lässt, da zu Beginn sehr viel Luft im Glas ist, welche einen unangenehmen Geruch verursachen kann. Dieser verfliegt jedoch sehr schnell.

Maximal zur Hälfte gefüllt, ist ein Champagnerglas übrigens optimal serviert. Alles was über die Hälfte hinausgeht, schränkt die Entwicklung des Bouquets ein.

Häufig ritzen die Hersteller kleine Punkte oder Sterne in den Boden von Champagnergläsern. Diese Unfeinheiten regen die Entwicklung der Perlage an und sind ihr Ursprung.

Wenn Sie das nächste Mal Champagner servieren, sollten Sie außerdem darauf achten, dass Sie die Gläser vor Gebrauch einmal mit Wasser ausspülen und beim Abwasch hinterher das Spülmittel weglassen, da Champagner darauf sehr empfindlich reagiert und es den Geschmack deutlich verschlechtert,.