Das Fachjargon der Weinbeschreibung – Teil 2

Das Fachjargon der Weinbeschreibung – Teil 2

Begriffe für den Umgang mit Wein

Dekantieren: Oft werden ältere Weine dekantiert – das sich über die Jahre gebildete Depot bleibt so in der Flasche und kommt nichts ins Glas.

Karaffieren: Damit sich die Aromen durch den Kontakt mit der Außenluft frei entfalten können, werden jüngere Weine karaffiert.

Schwenken: Um die Aromen im Wein zur vollen Entfaltung zubringen, kann man sein Glas vor dem Riechen ordentlich schwenken. Die Wirkung ist ähnlich, allerdings weniger stark als beim Karaffieren.

Träne: An der Innenseite des Glases, bilden sich nach dem Schwenken Tropfen. Sind diese dünn, ist weniger Restzucker im Wein. Sind die Tropfen dick, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen süßen Wein.

Weitere Begriffe

Botrytis Cinerea: ist der Name des Schimmelpilzes, welcher überreife Beeren befällt. Keineswegs hat dies mit schlechter Qualität zu tun, sondern ist der elementare Bestandteil in der Herstellung von Dessertweinen.

Degorgieren: Dem Champagner (und manchen anderen Schaumweinen) wird bei der Herstellung eine Wein- und Zuckerlösung hinzugefügt. Abhängig von der Dosierung ist am Ende mehr Restzucker im Champagner. Verzichtet man ganz auf einer Dosierung, wird in der Weinsprache dann von „zéro dosage“, „brut intégral“ oder „ultra brut“ gesprochen.

Ertrag: An erster Stelle bezieht sich der Ertrag immer auf den Literertrag pro Hektar Rebfläche.Einen äußerst niedrigen Hektarertrag haben die besten Weingüter, da sie u.a. nur die besten Trauben verwenden. Dadurch schmecken Ihre Weine intensiver.

Méthode traditionelle / champenoise: Traditionell gären die Schaumweine in der Champagne in der Flasche. Konkret heißt das, dass sich die Kohlensäure in der Flasche bildet und nicht später künstlich hinzugefügt wird.

Most: Der abgepresste Traubensaft, aus dem der Wein entsteht.

Reblaus: ist ein bedeutender Schädling im Weinbau. Die Wurzelreblaus greift die Wurzel des Rebstocks an, wodurch die Pflanze abstirbt.

Tannin: nennt man den Gerbstoff in der Traubenschale, welcher den Geschmack des Weins nachhaltig prägt. Tannine hinterlassen einen bitteren Eindruck und machen den Wein fester und herber. Im Holzfass sind ebenfalls Tannine enthalten, deshalb sind Barrique-Weine auch tanninreicher als andere Weine. 

Terroir: So nennt mandas Klima, den Boden, die Lage und die Geologie des Anbaugebietes des Weins.

Oechsle: ist eine Messeinheit für die Zuckerkonzentration im Wein. Die Messung findet immer im Most statt und ist entscheidend in der Produktion von Dessertweinen.

Weinstein: Mit der Zeit bilden sich auf dem Flaschenboden Kristalle aus Kaliumsalz, welche bei der Lagerung des Weins sichtbar werden. Weinstein ist lediglich ein Weinbegriff für dieses Phänomen und weder ein Fehler, noch ein Qualitätsmerkmal.